Sehr fachkompetente Coachees und auch einige unserer Teilnehmer der Coaching-Ausbildungen stellen manchmal fest, dass die Methode Neuroimagination® kleine Parallelen zur Hypnose aufweist. Richtig ist, dass in der Neuroimagination® eine hypnotische Verankerungstechnik benutzt wird. Jedoch gibt es einige gravierende Unterschiede zur klassischen Hypnose. Dazu befragten wir unsere Ausbildungsleiterin Astrid Wichmann:
Die Abgrenzung der Neuroimagination® zu Hypnose
In der Hypnose wird ein Trancezustand angesteuert, in der die Person Handlungen ausführt, die sie in dem Moment nicht mehr selbst aktiv willentlich auslöst oder steuert. Sondern es wird eher angestrebt, dass die Person subkognitiv reagiert, so dass die Überlagerung von kognitiven Wünschen oder Werten usw., den darunterliegenden wahreren Impuls, die wahrere Reaktion auf der unterbewussten Ebene oder dem körperlichen Reagieren ermöglicht.
In der Neuroimagation® bleibt die Person, die Neuroimigination® benutzt oder ausübt, immer wach und ist bei vollem Bewusstsein. Es wird ein leicht nach innen orientierter und leicht abgesenkter Zustand beim Einüben der Neuroimagination® als hilfreich empfunden, die Person bleibt jedoch die ganze Zeit wach und aktiv. Der Coachee begibt sich letztendlich einfach nur in einen entspannteren Zustand. Die körperliche Aktivität, die rechts-links-Bewegung des Coachees, ist für den Coach ein gutes Beobachtungsmittel, ob ein Coachee in einen eher hypnotischen Zustand weitergeht, oder ob er sich noch im wachen Zustand befindet. Der verantwortungsvolle Neuroimaginations-Coach wird die Person bei eingestellter rechts-links-Bewegung dann ansprechen und zu etwas mehr Aktivität auffordern, so dass ein Abgleiten in einen unbewussten Zustand vermieden wird.
Eine kleine Ähnlichkeit zur Hypnose findet dann am Ende der Neuroimagination® statt: Nämlich mit der Verankerungstechnik. Am Ende der Neuroimagination® wird mit der Verankerungstechnik, die auch in der Hypnosetherapie benutzt wird, ein entsprechendes Bild verankert. Die genutzte Verankerung hat jedoch keinen hypnotischen Zustand oder unwillkürliche Reaktion zum Ziel, sondern dient einfach nur der Abspeicherung des Bildes, um den damit verbundenen Zustand schneller und jeder Zeit wieder abrufen zu können.
